Lore

Ame · Zenkai Lore

Das Regenreich · 5 Minuten Lesezeit · auch als Hörbuch

  • *Das Regenreich und Amegakure**

Das Regenreich hatte nie das Glück, friedlich zwischen den Großmächten zu bestehen.
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**Eingezwängt zwischen den Ambitionen von Konoha, Suna und Iwa, galt es über Generationen hinweg weniger als echte Nation, sondern als strategisches Gebiet. Ein Durchgangsland, eine Grenze, ein Schlachtfeld.
Wenn die Großmächte ihre Feinde erreichen mussten, zogen ihre Armeen durch Ame. Und als sie einen vorgeschobenen Posten brauchten, ließen sie sich dort nieder.
Als die Dörfer strategische Punkte für einen Angriff brauchten, nahmen sie sich die Täler, Berge und Dörfer, die mittlerweile immer gezeichneter durch den Krieg waren.
Und wenn eine Schlacht zu Ende geht… ziehen sie wieder ab. Ohne Reparaturen, ohne Rücksicht.
Die Bewohner hingegen blieben auf den Ruinen ihrer Existenz sitzen. Sie bauten ihre Häuser wieder auf…begruben die Toten… und reparierten ihre Brücken nur, um auf den nächsten Krieg zu warten.
Ame hatte vor den Konflikten und Kriegen, die von anderen innerhalb seines Landes ausgetragen wurden, eine Kultur, Menschen, die es bewohnten und versuchten, das Beste aus allen Situationen zu machen.
Das Land war nicht reich… Doch es lebte.

Der unablässige Regen nährte die Reisfelder, füllte die Kanäle und hielt die Handelswege am Leben.
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**Doch die großen Kriege veränderten das Land irreversibel. Die Felder wurden zertrampelt, die Häuser besetzt. Vorräte wurden gestohlen, Familien wurden vertrieben und Taten begangen, die in keinem Archiv eines Dorfes heute nachzulesen wären.
Manche Bewohner wurden bereits beim bloßen Verdacht, der falschen Seite zu helfen, exekutiert. Und alle, die übrig blieben, mussten in Angst auf den nächsten Tag leben.
Ame erlebte diese Kriege ohne Ruhm
Kriege, in denen die Sieger stets anderswohin weiterziehen und die Ruinen hinter sich lassen.
Und als die Schlachten innerhalb des Landes ein vorzeitiges Ende fanden, blieb Ame mit Erinnerungen an Schrecken und Grausamkeiten zurück.
Die zerstörten Mauern wurden wiederaufgebaut, die Viertel auf alten Schlachtfeldern neu errichtet und die Kanäle trugen weiterhin Wasser zwischen den Gebäuden hindurch. Und doch fand ein Bewohner vergraben im Boden ständig weitere Waffen und Beweise, wie gezeichnet dieses Land doch weiterhin war.

  • *Die Familien von Ame vererben nicht nur Namen, sondern auch Narben und die Erinnerung an alle, die diese Zeiten nicht überlebten.**

Die Bevölkerung entwickelte ein tiefes Misstrauen gegenüber den großen Nationen. Die Flaggen standen nicht mehr für Schutz, und die Versprechen standen nicht mehr für Hoffnung.
In Ame lernten die Kinder sehr früh eine Sache:
“Der Schutz eines Dorfes kann manchmal zum Vorwand werden, Kontrolle auszuüben.”
So versuchte jeder Bewohner Ames mit diesem Schmerz umzugehen. Jeder auf seine eigene Weise.

  • *Der Schmerz wurde sein Fundament**

Nach den großen Kriegen gelang es keinem Adligen oder einer Führungsperson wirklich, das Regenreich wieder zu einen.
Die alten Anführer waren verschwunden, manche wurden ermordet und wieder andere verrieten die eigenen Bewohner zum eigenen Vorteil. Selbst die wenigen Clans, die das Land hätten erstarken lassen können, verschwanden.
Der einzige große Name, der die alte Geschichte des Landes geprägt hat, war der des Salamander-Clans. Doch seine letzten Vertreter hatten Ame schon vor Generationen verlassen, um sich Kirigakure anzuschließen. Nach ihrem Weggang fand man in ihrer Heimat keine Spur ihrer Anwesenheit mehr.
Daraufhin zersplitterte das Land und die Viertel begannen, unabhängig voneinander zu funktionieren. Manche wurden von ehemaligen Kriegsherren kontrolliert, andere von Händlern, Schmugglern und gierigen Arenabesitzern. Kriminelle Netzwerke, fragwürdige Ärzte, und Shinobi ohne Banner schafften ebenfalls eigene Viertel und Namen unter neuen Familien. Es gab keinen wahren Anführer mehr, der über allen stand.
Und in Ame herrscht, wer sich das Recht nimmt zu herrschen. Alles kann dich zu einem machen, sei es:
• Ein Gebiet zu kontrollieren…

  • Legendäre Nuke-Nin an seiner Seite zu haben…
  • Einen Handelsweg zu besitzen…
  • Die Schuld eines Clan-Mitglieds der anderen Dörfer einzufordern…
  • Eine Information für hohen Wert zu bieten…
  • Eine Arena für Verzweifelte zu leiten…
  • Einen Markt für alles anzubieten, was als verboten gilt.
  • Ein Geheimnis, welches ein Dorf zerstören könnte, zu nutzen.

Eine mächtige Person kann ein Viertel regieren, ohne offiziell als Anführer anerkannt zu sein. Doch auch Herrscher sind nicht unsterblich. Keiner ist es. Jeder Verbrecher kann überzeugt und jedes Gebiet eingenommen werden.
Ein einfacher Barbesitzer kann genug Informationen mit sich tragen, um mehrere Familien zu Fall zu bringen.Händler können einflussreicher werden als mächtige Shinobi oder Kunoichi. Und ein Arenakämpfer kann sich einen Namen machen, der die verregneten Straßen erzittern lässt.
Denn Machtwechsel werden selten angekündigt.
Sie geschehen im Verborgenen:
• Heimtückischer Mord.

  • Ein fingierter Unfall.
  • Duelle auf Leben und Tod.
  • Verrat.
  • Neue Bündnisse.

Und am nächsten Morgen herrscht eine neue Maske über ein Viertel.
Denn Ame ist nicht wirklich gesetzlos. Doch es gibt eine Regel, die über allen anderen steht…

Trage stets deine Maske
In Amegakure steht die Maske für weit mehr als Schutz. Sie ist zugleich deine Lebensversicherung und Freiheit auf den Straßen.
Sie erlaubt einem, sich von der Vergangenheit und seinem Namen zu lösen:
• Ein ehemaliger Shinobi aus Konoha kann ein Leben als Mitglied Ames beginnen.

  • Ein Deserteur aus Suna kann mit einem neuen Namen zum einflussreichen Informanten werden.
  • Gesuchte Verbrecher können die Sicherheit der Anonymität genießen.
  • Das Opfer eines Verbrechens kann unter dem Vorwand der Selbstjustiz handeln.
  • Und Menschen ohne Wurzeln können unter einer neuen Identität bekannter werden als ein Kage.

Die Menschen Ames erkennen ihre schwere Vergangenheit an, doch sie lassen sich nicht von dieser aufhalten. Sie leben Freiheit so gut sie können, weshalb jemandem ohne sein Einverständnis die Maske abzunehmen, eines der schwersten Vergehen ist.
Es ist keine bloße Demütigung. Kein einfaches Machtspiel.
Es ist der Versuch, die Identität der Person offenzulegen und sie zu zerstören, denn:
• Eine gesuchte Person könnte erkannt werden.

  • Ein Name kann in Umlauf gebracht werden.
  • Alte Schuld kann diese Person wieder einholen.
  • Dörfer könnten diese Person zurückfordern.

Deshalb schützen die Bewohner von Ame ihre Masken, so sehr wie sie ihr eigenes Leben schützen würden.

Ame erlitt schwerste Schäden im Krieg, doch es erstarkt im Regen…
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**Die Nachricht von Tobirama Senjus Tod und der darauffolgenden Wahl eines neuen Hokage sowie Kazekage in Sunagakure eilten durch die noch wenig belebten Straßen Ames. Viele verließen das Land - aus Sicherheit, aus Vorsicht und womöglich aus Gründen, die nun keine Rolle mehr spielten.
Gerüchte breiten sich aus Amegakure aus, eine maskierte Gestalt im ewigen Regen wurde in den Straßen, Gassen und Anhöhen gesichtet. Niemand weiß genaues über diese, doch alle Spionage Shinobi der Dörfer sind sich einig:

  • *“Etwas baut sich auf in Amegakure.”**
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